• Katharina & Julius

Was alles passiert ist

Mittlerweile sind über 2 Monate seit unserem letzen Blog-Eintrag vergangen und  wir sind schon voll im Alltag drin.

Als wir das letzte Mal geschrieben hatten waren wir noch auf der Suche nach einer Schule für unsere Kids, sind frisch eingezogen, hatten noch keinen Schimmer von unserer Tätigkeit hier und waren generell noch sehr mit dem Ankommen beschäftigt. 

Jetzt gehen Jakob und Charlotte schon seit 2 Monaten zur Schule und zum Kindergarten, wir haben ein neues schönes zu Hause eingerichtet, Katharina und ich sind im ICF voll eingespannt und das Leben hier in Siem Reap hat uns schnell eingeholt.



Aber jetzt mal im Einzelnen:


Schule/Kindergarten

Jakob und Charlotte gehen jetzt an die Hope International School Siem Reap, eine christliche, internationale Schule. 

Wir sind so dankbar für diese Schule, da sie weit über die schulische Bildung hinaus unsere Kinder absolut positiv prägen wird. 

Insgesamt gibt es nur 60 Schüler und pro Klasse nur 10 Kinder. Es sind immer eine Lehrkraft und ein/e Khmer Assistent/in dabei. Die Schule geht 8Uhr los und 14:30Uhr sind die Kids fertig.

Die ganze Atmosphäre in der Schule ist von Herzlichkeit geprägt und es gibt so viele Möglichkeiten, dass die Kinder nicht nur im Wissen sondern auch in ihrer Persönlichkeit dort wachsen können. 

All das ist nicht selbstverständlich und wir sind sehr dankbar dafür, vor allem mit dem Wissen, dass unsere Kids ja auch einiges hinter sich gelassen haben und damit vieles aufgeben mussten. 

Jakob geht sehr gern in die Schule, nur für Charlotte ist es fast jeden Morgen noch schwer. Deshalb geht sie auch nur 3 Tage die Woche. Die größte Hürde für sie ist die Fremdsprache.




Arbeiten im ICF

Auch wir sind mittlerweile schon voll dabei. Nach über einem Monat Ankommen, Einrichten, Ausprobieren, Erkunden usw. wurden wir mit unseren Bereichen vertraut gemacht, in denen wir vorerst arbeiten werden. 

Katharina hat nun den Bereich der Social Media Arbeit voll übernommen, da es dort großen Bedarf gab. Zuvor gab es ein Team von 3 Leuten die in dem Bereich gearbeitet haben, als Katharina startete war sie am Anfang noch allein. Inzwischen wächst das Team aber wieder und seit Anfang Oktober hat sie Unterstützung von einer Khmer bekommen. 

Social Media ist für eine NGO & Kirche sehr wichtig, da beides vor allem von Spenden abhängt, die fast ausschließlich von außerhalb kommen. 

Seitdem Katharina den Bereich übernommen hat, wachsen die Facebook Abonnenten stetig. Allein in den letzten 8 Wochen sind mehr als 4000 Leute der Seite gefolgt, worüber wir uns sehr freuen. Bald eröffnet das ICF einen Wake Park (Local Business) und dazu braucht es auch wieder viele Menschen die davon berichten. 

Katharina lernt selbst viel neues dabei, da sie vorher nie im Marketing Bereich gearbeitet hat und Facebook zum ersten Mal nutzt. 

Julius arbeitet hauptsächlich am Campus im Activity Team. Kurz bevor er angefangen hat wurde ein neues Programm für die Kids von den Dörfern auf die Beine gestellt, um auch unter der Woche mit ihnen in Kontakt zu kommen und ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Bildung, Freizeitgestaltung und zum persönlichem Wachstum zu geben. 

Die Kids werden mit den Trucks von der Dörfern abgeholt und können dann auf dem Campus an Khmer, Englisch und Life Skill Unterricht teilnehmen. Danach gibt es die Möglichkeit für kreative und sportliche Aktivitäten. 

Eine Möglichkeit davon ist es in dem Lake vom ICF baden zu gehen und sich dort aus zu toben. Julius ist der Leiter dieses Bereiches und versucht nun verschiedene Dinge im Team und bei den Kindern zu prägen. Ein sehr entscheidender Punkt dabei ist, dass nur ein geringer Bruchteil aller Kambodschaner schwimmen kann. 

Jeden Tag ertrinken vor allem während der Regenzeit bis zu 6 Kinder in Kambodscha. Fast überall stehen zur Zeit die Reisfelder unter Wasser und viele Seen haben sich im ländlichen Raum gebildet. Das ist sehr wichtig für die Landwirtschaft hier und ist ein fester Teil des Klimas, aber leider auch eine große Gefahr vor allem für die Kinder. Bald werden feste Schwimmkurse auf dem Campus angeboten, damit die Kinder und auch Erwachsene (sofern sie sich trauen) hier Schwimmen lernen.

Beide Bereiche sind absolut nicht das was wir erwartet hatten. Das muss man ehrlich sagen. Es war aber nie wirklich klar, was wir genau tun werden, wenn wir hier ankommen. Nach wie vor liegen uns die körperliche & psychische Gesundheitsförderung der Bevölkerung hier vor Ort auf dem Herzen. 

Das ICF hat dafür noch keine Arbeitsbereiche und auf der anderen Seite hohen Bedarf an den Stellen, in denen wir jetzt tätig sind. So können wir dort erstmal eine wichtige Bereicherung sein und dienen und gleichzeitig die Zeit nutzen, um Land, Leute, Kultur und Sprache noch näher kennen zu lernen.

Diese Bereiche sind aber nur ein Teil vom ICF Cambodia. Insgesamt laufen alle Bereiche gut zusammen und bilden ein durchdachtes System, welches in vielen verschiedenen Bereichen der Gesellschaft Einfluss nimmt.

Aber dazu erfahrt ihr Stück für Stück mehr in unseren kommenden Beiträgen.



Persönliches

Natürlich gab es für uns die eine oder andere Herausforderung hier in den ersten Monaten. Vor allem Julius war gesundheitlich sehr angegriffen. Durch die klimatischen Bedingungen hier (feucht-warmes Klima) heilen Wunden nur sehr langsam und schlecht zusammen. Julius hat sich zu Beginn gleich 2 Wunden an seinem verletzten Bein zugezogen. Somit kamen die Bedingungen hier und die ohnehin schon schlechte Wundheilung an seinem Bein zusammen und schwupp di wupp gab es auch gleich mehrere Entzündungen bei ihm. Das hat sehr ausgebremst und geschwächt und wochenlang haben wir keinen Fortschritt sehen können, aber nun ist es endlich alles wieder verheilt und wir haben viel dazu gelernt. 



Wie gestaltet man seine Freizeit als Familie am Besten in Kambodscha? 

Noch kennen wir nicht viele Familien und der Alltag findet für die meisten auch nur hinter Mauern statt. Es gibt wenig schönen öffentlichen Raum, der zugängliche Natur bietet. 

Die klimatischen Bedingungen lassen es kaum zu, einfach mal in die Natur zu gehen und sie zu genießen. Die Hitze und die Mücken, sobald man mal Schatten hat, machen es einem nicht gerade leicht. So spielt sich für viele alles hinter den eigenen Wänden ab. Man muss viel mehr organisieren, wann sich unsere Kinder mal mit jemanden treffen können und was man dann überhaupt zusammen macht. Vor allem für Jakob ist es manchmal noch schwer, da er den Vergleich zu unserem Leben in Deutschland und die Erinnerungen an seine Freunde mehr hat als Charlotte. 

Aber so nach und nach finden wir ein paar Möglichkeiten und Jakob und Charlotte haben sich an die anderen Bedingungen schon ein bisschen gewöhnt.

Ein paar Ausflüge konnten wir aber schon machen und haben sie auch sehr genossen. Aber da sprechen Bilder mehr als Worte. 








Insgesamt geht es uns gut. Wir sind gesund, unsere Kids haben eine sehr gute Schule, wir wohnen gut und sicher, die Leute sind sehr herzlich, es gibt super leckeres Obst und und und. Wir haben also viel Grund zum Danken. Gott versorgt uns. 

Trotzdem könnt ihr gern für unser Wohlbefinden beten, da nicht jede Umstellung leicht ist, wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt. 

Danke für euer Anteilnahme und eure Unterstützung!!!








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