• Katharina & Julius

Verspätet, aber von Herzen: Fröhliche Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!

Zu allererst wollen wir uns von ganzem Herzen bei Euch bedanken. Wir sind sprachlos über all Eure lieben Nachrichten, über Eure Gebete, über die ersten Päckchen die uns hier erreicht haben und über Eure finanzielle Unterstützung ohne die das alles nicht möglich wäre.

UNSERE ARBEIT

Seit unserem letzten Newsletter hat sich unser Arbeitsalltag nicht viel verändert.

Katharina ist nach wie vor im Social Media Bereich tätig und konnte inzwischen die Businessseite vom ICF Wake Park bei Instagram und Facebook erstellen und Julius ist weiterhin im Activity Team involviert und konnte schon mit seinem Team den ersten Kids das Schwimmen beibringen.


Zusätzlich zum normalen Arbeitsalltag war Julius schon wenige Male auf den Dörfern um Siem Reap herum, um einzelne Fälle mit Behandlungsbedarf anzuschauen. Eine Frau hatte einen Motorradunfall und wurde viel zu spät operiert und falsch nachbehandelt, eine andere wurde angefahren und auch ungenügend behandelt und ein Mann hatte wahrscheinlich einen 2 Jahre zurückliegenden Bandscheibenvorfall erlitten, der nicht erkannt und behandelt wurde und er nun mit Ausfallerscheinungen im Bein zu tun hat.

An diesen Fällen zeigen sich die größten Probleme in der gesundheitlichen Versorgung. Die meisten Leute haben wirklich keine Ahnung von ihrem Körper, sind also voll auf den Rat anderer angewiesen. Oftmals gehen sie aus Angst/Unsicherheit davor oder aus finanziellen Gründen zu spät zu einer Einrichtung. Dort wird dann teilweise zu lange gewartet, bis etwas getan wird, da es auch zu viele Fälle mit unter gibt. Dann kommt es dazu, dass manche Behandlungsmethoden nicht optimal gewählt sind oder die Behandlung nicht optimal ausgeführt wird, sodass es zu Komplikationen kommen kann. Viele Patienten sind sich dann danach selbst überlassen und es gibt keine ordentliche Kontrolle.

So kann es dann kommen, dass jemand 1 ganzes Jahr lang nicht laufen kann, oder eben Ausfallerscheinung aufkommen, oder Brüche ungünstig zusammen wachsen.

Auch in anderen medizinischen Bereichen wird nicht unbedingt gut mit Krankheit umgegangen. Bei Infekten wird sich schnell bei der Apotheke 2-3 Antibiotikapillen gekauft ohne zu schauen, ob das notwendig ist oder diese Art von Behandlung richtig durchgeführt wird.

Es gibt also viel Bedarf hier, aber es ist noch völlig unklar, inwieweit innerhalb des ICF Cambodia in dieser Richtung etwas aufgebaut werden soll.


WEIHNACHTEN IN SIEM REAP

Im Dezember hatten wir im ICF Cambodia 3 große Weihnachtsgottesdienste - für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Insgesamt hatten wir mehr als 3000 Besucher, die die Botschaft der Hoffnung & Liebe hören konnten und darüber hinaus die anderen sozialen Tätigkeiten des ICF`s näher kennen gelernt haben. Wir haben alle hart daran gearbeitet und waren über die Zeit und die Möglichkeiten mit so vielen Gästen sehr froh.


Das ICF hat auf dem Campus Gelände für alle frei zugänglich eine große Wasserstation, in der man sich kostenlos Trinkwasser abfüllen kann. Das ist besonders für die kleinen Dörfer in der Nähe des ICF Campus sehr hilfreich um kostenlos an sauberes Wasser zu kommen. Alle Besucher die eine der drei Celebrations besucht haben, bekamen eine Wasserflasche als Weihnachtsgeschenk und können die Flasche in Zukunft sehr gut nutzen.

Zusätzlich hat jede Familie aus unserem Sponsorship Programm ein Zelt geschenkt bekommen. Für viele Familien ist es das einzige Geschenk was sie im Jahr bekommen. Das Zelt bietet der Familie zusätzlichen Schutz während der Regenzeit, einen Platz zum Trocknen von Reis und kann als Matte für Feiern mit der Familie dienen.


PRIVAT

Die letzten Monate hatten wir mit vielen Herausforderungen (Krankheit, Umzug, Heimweh und co) zu kämpfen, durften aber immer wieder schöne Momente erleben.

Unsere Kinder sind mittlerweile in der Schule schon viel besser angekommen. Jakob`s Lehrerin meint, dass gemessen an seinen Englisch Kenntnissen, die er vorher hatte, er sehr gut in allen Bereichen folgen und mitmachen kann. Er hat schon einige Freundschaften geschlossen. Darüber sind wir sehr dankbar, denn das war und ist nach wie vor ein großer Punkt für uns als Familie, in dem unser Familienalltag manchmal stark herausgefordert wird. Für unsere Kids und auch für uns sind unsere Freundschaften sehr wichtig und wir können sehr froh darüber sein, so gute Beziehungen in Deutschland zu haben. Diese vermissen wir natürlich. Aber nun merkt man, dass die Abstände der Traurigkeit darüber größer werden und wir mehr und mehr Gelegenheiten haben neue Freundschaften zu schließen.


Charlotte hatte etwas länger Schwierigkeiten sich im Kindergarten wohl zu fühlen, obwohl die Atmosphäre und ihre Bezugspersonen dort sehr gut sind. Für sie war die Kommunikation mit anderen sehr viel länger schwierig als für Jakob. Diese Hürde überwindet sie jetzt aber Stück für Stück und es ist ganz süß zu hören, wenn sie einzelne Wörter auf Englisch sagt oder Englisch singt. Wir sind immer wieder sehr dankbar für diese Schule und für das was unsere Kinder dort lernen und erfahren dürfen.

Im Oktober haben wir als Familie einen richtig abenteuerlichen Ausflug mit einer Gruppe von Kambodschanern machen können. Wir sind mit unseren Mopeds voll bepackt zu einem nahegelegenen Nationalpark gefahren und haben dort eine Nacht campiert. Die Route war sehr interessant und mitunter herausfordernd für die Fahrer und die Mopeds. Es tat uns allen aber sehr gut, aus Siem Reap raus zu kommen und etwas zu erleben. Wir haben vor allem die Natur sehr genossen, da es direkt um Siem Reap herum kaum Möglichkeiten gibt etwas in bloßer Natur zu erleben, ohne Eintritt dafür zu bezahlen.













Vor Weihnachten haben wir lange überlegt, ob wir einen Plastikbaum kaufen, uns aber letztendlich für eine kambodschanische Variante entschieden. Wir haben als Familie die Weihnachtsgeschichte nachgespielt, die Jakob vorher erzählt hat. Es war eine wirklich schöne Zeit und wir konnten es genießen, auch wenn wir unsere Familien sehr vermisst haben.

Danach ging es für uns aber gleich wieder weiter. Unser Haus wurde uns vor Weihnachten gekündigt, da es verkauft wurde und der neue Inhaber alles neu machen möchte, um ein Luxusresort daraus zu machen. Also mussten wir am 2. Weihnachtsfeiertag unsere Sachen packen und haben gleich die freien Tage nach Weihnachten genutzt, da wir schnell was Neues gefunden haben. Jetzt wohnen wir in einem Grundstück mit 6 anderen Häusern im Khmer Stil.

Es ist näher an der Schule und anderen Familien aus der Schule dran, sodass unsere Alltagsgestaltung auch einfacher wird. Der Khmer Stil ist auch echt cool, da wir einen sehr großen Raum haben, indem wir mehrere Gäste haben können und auch schon unsere erste Party hatten. Eine Kambodschanerin aus Julius Team hat direkt drei Tage nach unserem Einzug ihren Abschied bei uns gefeiert. Wir lieben es sehr wenn sich unsere Haus mit Menschen füllt :-).


Ein steht auf jeden Fall fest. Es braucht Zeit als Familie in einem Dritte Welt Land anzukommen, es braucht Zeit seinen beruflichen Platz zu finden, es braucht Zeit die Sprache zu lernen, aber es braucht keine Zeit die Menschen hier zu lieben. Vieles ist anders, aber wir lieben die Kambodschaner, wir lieben wie freundlich und hilfsbereit sie sind, wir lieben Ihre Liebe zu Kindern, wir lieben es Zeit mit Ihnen zu verbringen, wir lieben es sie immer mehr kennenzulernen!


Eigentlich gibt es so viel mehr zu Berichten, aber das war es erstmal für heute. Bitte schreibt uns gern wenn ihr Fragen habt :-)

DANKE, dass ihr diesen Weg mit uns geht!!!

Eure vier Döhlers

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