• Katharina & Julius

Angekommen in Siem Reap

Hallo, ជំរាបសួរ (chomreabsuor) an euch alle!

Wir freuen uns euch unseren ersten Bericht aus Kambodscha schreiben zu können! Seit etwas über 3 Wochen sind wir jetzt schon in Siem Reap, einer Provinzstadt Kambodschas. Wir haben uns mittlerweile ganz gut an die neuen Umstände gewöhnt und sind voll dabei unsere neue Heimat auf zu bauen.

Aber erstmal der Reihe nach:

Unser endgültiger Abschied in Deutschland war nochmal emotional. Wir hatten viele Gelegenheiten Freunde von uns zu sehen und zu verabschieden.

Mit dem Flieger ging es dann von Frankfurt aus nach Siem Reap. Die Kids haben den Flug sehr gut mitgemacht, auch wenn wir alle einen ordentlichen Schlafmangel hatten.

Nach 28h Reisezeit sind wir dann endlich in Siem Reap angekommen und wurden von Sophal, der Leiterin vom ICF Cambodia, abgeholt.


Unsere ersten Eindrücke

Kambodscha ist echt sauwarm, wenn man das mal so sagen darf. Tagsüber ist es hier immer über 36°C heiß mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Aber an die Hitze gewöhnt man sich wohl, wie uns alle Leute hier sagen. Bis dahin schwitzen wir uns halt so durch den Tag.

Wir dürfen uns zur Zeit in einer Wohnung einer österreichischen Familie breit machen, die gerade im Heimaturlaub/Fundraising-Tour für 7 Wochen sind. Sie arbeiten auch für das ICF hier und offerieren uns sehr großzügig alles von ihnen zu nutzen. Dafür sind wir sehr dankbar und schätzen es auch sehr, dass wir hier gleich ein kleines zu Hause haben können.

Trotzdem suchen wir schon so schnell wie möglich was eigenes, damit wir als Familie endlich wieder eine eigene Homebase haben können. Seit über 2 Monaten leben wir jetzt schon aus unseren Koffern. Vor allem für die Kinder wird es langsam Zeit, dass sie wissen können: ,,Das wird jetzt unser neues Zuhause.’’

Die Kids machen das ganze bis jetzt echt super mit, trotz der ganzen Umstände. Nur die ersten 3 Tage waren etwas schwer für uns alle. Jakob hatte großes Heimweh und hat abends sehr geweint. Das hat uns als Eltern das Herz natürlich auch sehr schwer gemacht. Aber mittlerweile sind sie hier voll gut angekommen. Jakob hat schon mit mehreren Khmer Kindern gespielt. Es ist so schön zu sehen, wie schnell Kinder sich mit neuen Umständen zurechtfinden und wie schnell sie neue Kontakte knüpfen.

In Deutschland haben wir uns noch große Sorgen gemacht, wie es hier für die Kinder wird. Gott hat uns dafür aber eine enorm feste Zusage gegeben, dass wir uns nicht darum sorgen brauchen. Diese Zusage so jetzt jeden Tag mehr und mehr zu spüren und zu erleben ist echt toll!

Siem Reap ist eine sehr wuselige Stadt. Die größeren Straßen sind voll mit Mopeds, Motorrädern und Autos. Der Verkehr hier ist erstaunlich. Alles fährt irgendwie drauf los, es sei denn eine Ampel ist vorhanden, was aber eher selten der Fall ist. Man muss sich einfach trauen sich in den Verkehr irgendwie mit einzuschleusen. Wenn man darauf wartet, dass einem die ,,Vorfahrt’’ gewehrt wird, kann man lange warten. Man fährt einfach und versucht sich so homogen wie möglich in diesen Fluss aus Menschen und Maschinen einzuordnen.

Um in diesen Bedingungen also gut zurecht zu kommen und mobil sein zu können haben wir uns schon ein kleines Moped gekauft. Eine tolle und schicke kleine Lady: Honda Super Cup. Erinnert uns auch ein bisschen an unsere Simson Schwalbe aus der Heimat.

Ansonsten ist in Siem Reap ordentlich was los. Es gibt unglaublich viele Touristen und auch das Angebot für diese. Im Zentrum reit sich ein Lokal an das nächste.

Wir sind mal gespannt, was der Tourismus hier für Spuren hinterlässt. Bis jetzt haben wir nur gehört, dass Siem Reap eine der ärmsten Provinzen ist, da durch das Überangebot für die Touristen die Löhne der Leute hier enorm gedrückt werden.

Durch den Tourismus, aber vor allem durch Chinas Megainvestitionen und Aufkäufe von Landflächen in Kambodscha trieben natürlich auch die Bodenpreise extrem in die Höhe in den letzten Jahren. Auch davon profitieren eigentlich nur diejenigen, die sowieso schon wohlhabender waren und sich Grundstücke leisten konnten.



Das ICF

Wir sind schon einige Male auf den Campus und ins Office vom ICF gefahren und haben schon viele Leute kennen gelernt. Bis jetzt haben wir noch keine ToDos im ICF, da wir uns erstmal als Familie um alles notwendige kümmern sollen (Wohnung, Schule, Visa etc.).

Trotzdem sind wir fast jeden Tag zum Mittag dort, um die Leute besser kennen zu lernen und mehr und mehr von allen Inhalten der Projekte zu erfahren.

Noch können wir nicht all zu viel über die Projekte berichten. Unser Eindruck ist aber, dass das ICF einen wirklich guten und nachhaltigen Einfluss auf die Menschen hier hat. Es wird so viel in die Kinder und Jugendlichen investiert. In den Dörfern und Familien herrschen nicht selten sexueller Missbrauch, Gewalt, Drogenkonsum und übermäßiger Alkoholkonsum. Über die verschiedenen Berührungspunkte, die das ICF mit den Kambodschanern hat (ICF Campus & ICF Church, Sozialarbeiter, Child Sponsorship Program u.v.m.) werden so gesündere und wertschätzendere Lebensweisen und Umgangsformen geprägt und nachhaltig in die Familien implementiert.

Davon werden wir selbst aber noch mehr detailliertere Eindrücke bekommen und euch davon berichten.



Was kommt als nächstes?

Da wir uns als Familie dazu bereit erklärt haben 3 Jahre oder länger hier zu bleiben, ist es wichtig für uns, dass wir eine gute Basis für uns als Familie und vor allem für die Kids schaffen können. Wenn wir mit unseren privaten Angelegenheiten zu viel Stress haben, dann können wir nicht viel an andere weitergeben und uns nicht 100%ig investieren.

Also sind wir auf der Suche nach einem kleinen Zuhause mit viel Schatten (seeeeehr wichtig), wo Privatsphäre möglich ist und wir uns wohl fühlen können.

Nach 2 1/2 Wochen Suche haben wir echt was schönes und dennoch günstiges für die Verhältnisse hier gefunden. Man muss zwar sagen, dass die Bausubstanz eher an ein gutes Schrebergartenhäusle erinnert, aber der Garten ist eine kleine Oase.

Ein weiterer Punkt ist die Schulauswahl/Kinderbetreuung für unsere Kids.

Für uns ist es wichtig, dass unsere Kinder eine anerkannte gute Bildung bekommen können. Das ist schonmal ein großes Problem in diesem Land, wenn es um die staatlichen Schulen geht. Darüber hinaus soll die Schule aber auch ein Ort sein, wo unsere Kinder in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden und wo sie gern hingehen.

Dass wir diesen Schritt hier in das Land gewagt haben soll nicht zum Nachteil für sie werden. Auch hier gilt: wenn wir unsere Kinder in guten Händen wissen, dann haben wir wieder den Kopf frei für unseren Dienst hier.

Eine Internationale Schule mit Kindergarten haben wir uns schon angeschaut. Nächste Woche möchten wir eine christliche Internationale Schule besuchen, die uns schon von vielen empfohlen wurde.

Aber dazu später mehr.

Sobald wir alles für uns als Familie hier geklärt haben, kann es mit unserer Arbeit im ICF hier beginnen.

Jetzt verabschieden wir uns fürs erste von euch.

Habt vielen Dank für all eure Unterstützung im Gebet, in Gedanken und finanziell. Ohne EUCH wäre das alles hier nicht möglich.

Bis bald, eure Döhlers aus Kambodscha.



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